Trauer um
Bischof i. R.
Stodtmeister

Im Alter von 90 Jahren ist Bischof Hans Georg Stodtmeister am 17. Dezember nach kurzer und schwerer Krankheit verstorben. Bischof Stodtmeister wurde am 9. Mai 1948 als Diakon ordiniert und diente bis zu seiner Ruhesetzung am 15. Januar 1995 in verschiedenen Ämtern, davon fast 20 Jahre als Bischof. Er hinterlässt zwei Söhne, drei Enkelkinder und eine Urenklin.

Hans Georg Stodtmeister wurde im Alter von 19 Jahren von Bezirksapostel Johannes Friedrich Lemke als Diakon für die Gemeinde Bad Segeberg, vier Jahr später von Bezirksapostel Karl Weinmann als Priester für die Gemeinde Eutin ordiniert. Es folgten die Ämter des Hirten, Bezirksevangelisten und Bezirksältesten.

1975 ordinierte Stammapostel Ernst Streckeisen ihn als Bischof für die Bereiche Flensburg, Kiel, Lübeck, Neumünster, zeitweise Hamburg-Nord sowie für die Länder Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden. Nach 20 Jahren Amtszeit als Bischof, versetzte ihn Stammapostel Richard Fehr am 15. Januar 1995 in den Ruhestand. Seinen Ruhestand verbrachte er in seiner Gemeinde Eutin und nahm dort weiterhin rege und interessiert an den Entwicklungen in der Gemeinde und der Kirche Anteil.

Geschätzt wurde Bischof Stodtmeister von seinen Glaubensgeschwistern vor allem für seine herzliche Art und seine Verlässlichkeit. So sei ihm kein Weg zu weit und keine Mühe zu groß gewesen, um sich für die Apostel, die Kirche und seine anvertrauten Gemeindemitglieder einzusetzen. Bis zuletzt war seine Treue und sein Vertrauen zum Herrn unerschütterlich.

Lebensweg

Geboren wurde Bischof Stodtmeister am 21. März 1929 in Schlawe (heute Sławno in Polen, wo er auch getauft und versiegelt wurde. Kriegswirren und Schicksalsschläge zwangen die junge Familie 1946 in die Flucht. In Schleswig-Holstein fanden sie ihr neues Zuhause.

Dort begann er eine kaufmännische Lehre im Textilbereich. 1950 fand er schließlich eine Anstellung beim Landwirtschaftlichen Buchführungsverband, 1967 übernahm er dann als Steuerberater die Leitung der Bezirksstelle in Eutin, die er bis zum Eintritt ins Rentenalter 1994 innehatte.

Im November 1954 heiratete Bischof Stodtmeister seine Ehefrau Edelgard. Aus der Ehe gingen die Söhne Roland und Gerald hervor. Am 4. November 2004 besuchte Stammapostel Wilhelm Leber die Gemeinde Eutin und spendete dem Ehepaar Stodtmeister den Segen zur Goldenen Hochzeit. 2013 verstarb seine Ehefrau und hinterließ ihren Ehemann, Kinder und Enkelkinder.